Freund oder Feind: Wechselspiel

Mein Kopf ist voller Geschichten, die ich hier zum besten geben könnte. Doch jedes Thema das ich aufgreife ist nicht immer einfach. Wenn meine Freunde und Bekannten sich hier wiederfinden, und das werden sie zwangsläufig, dann ist das für mich absolut okay. Nur wenn der Partner, Freunde und Bekannte dieser Person das ebenfalls tun, dann könnte das sehr unangenehm werden. Nicht für mich – klar – aber für die jeweilige Person. Also sitze ich hier und denke über das Wechselspiel zwischen Freund oder Feind nach.

Ursprünglich war dieser Überschrift auf einen selber gemünzt. Während man sich im Leben immer positiv bestärken sollte, so steht man sich viel zu oft einfach nur selber im Weg. Der Freund und Feind im Wechselspiel in einem selbst. Nicht zu verwechseln mit den Teufelchen und Engelchen. Während das Teufelchen einem den größten Schabernack ins Ohr flüstert, so kommt der Feind von hinten angekrochen und man merkt oftmals gar nicht, dass er einen auf den falschen Weg bringt.

Nun denke ich darüber nach, aus wie vielen Freunden nach diesem Blog plötzlich Feinde werden. Würde ich es wollen, dass jemand meine Gedanken und Handlungen in einem Blog breittritt? Nein! Mal ganz abgesehen von der Tatsache das ich natürlich KEINE schlimmen Geheimnisse habe und IMMER ganz lieb und nett bin. Und eine Seele von einem Menschen und ausgeglichen, in mir ruhend und immer fleißig und brav. Und ich trinke nicht und rauche nicht und fluche nicht und natürlich lüge ich NIEMALS. Und ich benutze auch nicht zu oft das Wort UND.

Was es mir in dieser Form einfacher macht ist die Tatsache, dass ich nicht viele Freunde habe. Die Kluft zwischen einem Bekannten oder guten Bekannten und einem Freund ist bei mir extrem groß. Es gibt sehr wenige Menschen, die ich wirklich als Freunde bezeichnen würde. Und das ist auch gut so. Vielleicht überlegt der eine oder andere an dieser Stelle gerade, in welcher Kategorie ich ihn ansiedeln würde.

 Mark Twain sagte einmal sinngemäß:
Ein Freund ist ein Mensch der zu dir steht, obwohl er weiß das du im Unrecht bist.
Denn Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist.

In meinem Leben habe ich viele Freunde und Bekannte kommen und gehen sehen. Manchmal entdeckte ich recht schnell, dass ich mich geirrt und sie diese Bezeichnung nicht verdient hatten und manchmal dauerte es viel zu lange. Je älter man wird, desto einfacher scheint es die Menschen richtig einzuschätzen. Wenn man sich dann doch irrt, ist der Fall und die Enttäuschung nur umso schlimmer.

Denkt ruhig mal darüber nach. Ist jeder Mensch den du heute einen Freund nennst auch wirklich einer? Welchem Menschen da draußen würdest du ohne einen Zweifel deinen Lebenspartner, deine Kinder, dein Haus und deine dunkelsten Geheimnisse anvertrauen? Und ich meine genau diese Geheimnisse, die du noch nicht mal deinem Lebenspartner oder Therapeuten anvertrauen würdest.

Ich persönlich „flicke“ mich noch von meiner letzten Enttäuschung zusammen. Der Fall war viel zu tief und brach mir sicher 210 der 212 vorhandenen Knochen des menschlichen Skelettes. Nachdem etwa 10 bis 20 Knochen wieder verheilt waren, beschloss ich nochmals zu springen und nochmal. Im Alter wird man weise, sagte mal irgendjemand. Also bin ich noch nicht alt genug oder dieser Jemand war mindestens so ein großer Klugscheißer wie ich.

Also immer schön lächeln und winken.

Eure Julusch

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