Freund oder Feind: Herausforderung angenommen

Ich habe zwei Möglichkeiten diesen Beitrag zu schreiben. Er kann traurig und melancholisch sein oder gespickt mit einer Menge Humor. Erst beim Schreiben wird sich mein Pfad herauskristallisieren. Vielleicht gelingt mir auch eine Balance aus mehreren Aspekten. Ich lasse mich überraschen.

Doch fangen wir am Anfang an.

Vor nicht allzu langer Zeit verbrachte ich einige schöne, nervenaufreibende und anstrengende Stunden mit einer Person, die mir sehr nahe steht. Am Ende unserer gemeinsamen Zeit ließen wir uns vor einer schönen Lichtung nieder. Eine letzte Zigarette wollten wir noch vor dem Abschied miteinander rauchen. Die Sonne stand schon tief am Himmel und so saßen wir schweigend nebeneinander und schauten der Sonne bei ihrer letzten Wanderung an diesem Tage zu.

Die Atmosphäre, die sich in dieser Zeit zwischen uns entwickelte, kam überraschend und vollkommen ungeplant. Keiner stand nach der letzten Zigarette auf und auch nicht nach der danach, danach und der danach. Irgendwann entwickelte sich ein leichtes Gespräch zwischen uns. Ich bin ein sehr spontaner, lauter Mensch, der immer gern einen Witz auf den Lippen hat, aber diese Situation war so ganz anders. Wenn ich sie mit Adjektiven beschreiben würde, dann würde ich folgende wählen: weich, warm, still, geborgen, natürlich und schön.

Während dieser Zeit haben wir „gefühlt leise“ über vieles gesprochen. Es ging um Beziehungen, Liebe, Enttäuschungen, Hoffnungen, menschliche Geborgenheit, Kinder, die alternative Form der grenzenlosen Liebe, um Selbstwert, Egoismus und auch Stolz.

Wir haben beide haben mehr als einmal in diesen Momenten Tränen vergossen. Auch das geschah still, aber bemerkt beim jeweils anderen und in diesem leisen Raum gefangen. Anders oder besser kann ich es im Moment nicht ausdrücken. Der Sonnenuntergang über unsere Lichtung war unglaublich schön. Wir saßen einfach da und beobachteten die Sonne während wir sprachen.

Inzwischen war es dunkel geworden und wir sind zu unseren Autos aufgebrochen. Aber auch da haben wir uns nicht getrennt, sondern haben geredet und geredet und geredet. Diese besonderen Momente im Leben kann man niemals planen, und wenn wir ganz ehrlich sind – oder wenigstens ich – dann gibt es nicht viele solche emotionalen und weichen Momente.

Das ist nun der Augenblick an dem ich zugeben muss, dass ich den fließenden Übergang zum humorvollen Teil nicht so recht hinbekommen habe. Also hole ich jetzt einfach mal die Spaß-Keule raus und los geht es.

Kennst Du Barney Stinson?

Das ist ein smarter, abgedrehter und oft sinnbefreiter Typ aus der Serie „How I met your mother“. Wenn du ihn nicht kennst, dann hat es keinen Sinn jetzt weiterzulesen. Kaufe dir zuerst mindestens zwei Staffeln der Serie oder leihe sie dir bei Maxdome, Lovefilm, Netflix oder vom Nachbarn aus. Dann lese erst den Rest dieses Beitrages. Oder schau dir kurz das Video an.

 

 

Denn genau bei diesem Sonnenuntergang, auf dieser Lichtung und am diesem Tag, wurde mir eines ganz klar:

HERAUSFORDERUNG ANGENOMMEN!

Ich habe diesen Satz zwar laut ausgesprochen, aber nicht so wirklich ernst gemeint. Doch gestern merkte ich, dass sich die Chance ergab die Herausforderung doch noch umzusetzen. Warum zögern?! Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme. Die ersten wilden Pläne flogen mir regelrecht von allen Seiten zu. Das wird – Achtung jetzt kommt’s – Legendär!

Es gibt nur noch eine einzige Kleinigkeit die mir Kopfzerbrechen bereitet. Sollte ich diese Herausforderung gewinnen, ist die Chance sehr hoch ein unberührtes Herz zu brechen. Diesem Gefühl kann man nur in Hollywood etwas positives abgewinnen. Ich möchte hier jedoch ein Zitat von Erich Fromm einfließen lassen.

Das Sterben ist bitter, doch der Gedanken sterben zu müssen,
ohne gelebt zu haben, ist unerträglich.

In unserem speziellen Fall muss ich dieses Zitat jedoch modifizieren, denn dann spiegelt es alles wichtige für diese sinnbefreite, kindische, schwierige und mit Eimern versehene Herausforderung wieder.

Das Sterben ist bitter, doch der Gedanken sterben zu müssen,
ohne wirklich geliebt zu haben, ist unerträglich.

Ich persönlich habe in meinem Leben schon bis zur totalen Verzweiflung geliebt und auch die damit verbundenen Schmerzen erlebt, aber möchte zumindest im Rückblick keinen Moment davon in meinem Leben missen.

Eure Julusch

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