Einsicht zur späten Stunde

Wie schreibe ich meine Beiträge? Einfach aus dem Kopf heraus. Ohne viel nachzudenken schreibe ich darauf los und lasse mich von meinen Gefühlen und Gedanken leiten. Ich verfolge keinen Plan oder arbeitet strukturiert Themenschwerpunkte ab. Doch gelegentlich bilden sich Ideen in meinem Kopf, sie werden lauter und wieder leiser. Es entstehen Sätze, Bilder und Emotionen. Mit diesen Gedanken verbringe ich einige Zeit, bevor ich sie in Pixel verwandle.

Seit einigen Tagen schwimmt eine Erinnerung nach oben, taucht auf und wird präsenter, um nach kurzer Zeit wieder abzutauchen und komplett aus meinem Bewusstsein zu verschwinden. Auch heute fragte ich mich nicht zum ersten mal, ob ich diese Erinnerung bereits in einem Beitrag „verarbeitet“ habe und mich deshalb daran erinnere, oder eben nicht.

Es half alles nichts. Ich musste nachsehen.

Ja, ich bin ein stolzer Mensch. Ich habe meine genauen Vorstellungen und Ansichten. Aber ich habe auch keine Probleme einzugestehen, wenn ich mich irre. Und ich habe mich doch schon ein bisschen verzettelt.

Auf der Suche nach meinen Gedanken öffnete ich also Beitrag für Beitrag. Es haben sich mir folgende Erkenntnisse aufgedrängt:

  1. Ich brauche eine strukturiertere Theme
  2. Unglaublich wie viel sinnloses Zeug ich von mir geben kann.
  3. Anscheinend werde ich nach Füllwörtern bezahlt und bin sehr ehrgeizig. Woher bekomme ich jetzt mein Geld?
  4. Es ist schon mehr als anstrengend, so lange Texte zu lesen. Und nebenbei auch noch langweilig.
  5. Wenn ICH noch nicht einmal meine eigenen Gedanken in so langer Prosa lesen will, wer dann?
  6. Und ich werde nie erfahren, ob ich diesen „einen Gedanken“ schon mit euch geteilt habe.

In der Kürze liegt wohl doch die Würze. Ich habe noch keine Idee wie ich das abstellen kann, aber ich fange jetzt zu Beginn mal drastisch an.

Eure Julusch

P.S. Eben kommt mir die Idee, das mein Beitrag eine Zusammenfassung sein kann, dessen was ich dann in Prosa ins post scriptum schreibe. Ich bin ja so ein Fuchs. ;-)

 

 

 

 

3 Gedanken zu “Einsicht zur späten Stunde

  1. Gut und sehr lesenswert finde ich vor allem die Beiträge, die Geschichten aus Deinem Leben erzählen, Julusch!

    Bei allgemeinen Themen wie zB Selbstmord sprudeln einige Gedanken ein, ist aber dann nicht so interessant, weil es wieder dann aufhört, wenn es beginnt, spannend zu werden. Will damit sagen: zu lang sind die Artikel nicht unbedingt.

    Gefällt 2 Personen

    • Das habe ich verstanden und kann es nachvollziehen. Wenn ich andere Beiträge lese, dann finde ich die Sicht auf den Menschen am spannendsten. Insbesondere an den Gedanken und Gefühlen teilhaben zu können. Man findet sich punktuell wieder und dadurch ein wenig aufgehoben und verstanden.

      Gefällt mir

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