Hotel Hilton City – München

Bitte beachtet, dass die Bewertungen nur meine subjektive Meinung und persönlichen Vorlieben widerspiegeln. Der zweite Nachtkatzen Beitrag startet heute, wir nächtigen im Hilton City in München. http://www.hiltonhotels.de/deutschland/hilton-munich-city

Ich schreibe diesen Beitrag nun mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Sagen wir, dass Hilton hatte heute keinen guten Tag, sozusagen ein Montags-Hilton an einem Montag. Ich bin nicht zum erstmals in diesem Haus und auch nicht das zweite oder dritte oder erst vierte mal. Ich lasse mich immer vom Gesamteindruck leiten. Heute wollte ich jedoch einen Beitrag über das Hotel schreiben, daher habe ich von Anfang an auf Kleinigkeiten geachtet.

Das Hotel

Das Hilton liegt verkehrstechnisch günstig am Rosenheimer Platz – vorausgesetzt man fährt mit der S-Bahn. Das hat den wunderbaren Vorteil, dass man direkt von der Station ins Hotel oder zum Motorama (http://www.motorama-ladenstadt.de) laufen kann. Dort kann man das nötigste einkaufen, sich die Nägel machen, etwas Essen und einiges mehr. Und das alles ohne auch nur einmal einen Fuß nach draußen zusetzten. Ein Parkhaus ist selbstverständlich direkt unterhalb des Hilton vorhanden.

Das Ambiente des Hauses entspricht einem klassischen Business Hotel. Leicht gedämpftes Licht, viele Sessel im Empfangsbereich, die Bar liegt offen und schließt sich an die Lobby an. Für meinen Geschmack geht dadurch leider ein wenig die Atmosphäre verloren. Jeder der das Hotel betritt, sieht als erstes was ich esse und trinke. Stört mich persönlich nicht, aber sollte wenigstens erwähnt werden. An der Rezeption wurde ich freundlich empfangen und man legte mir meinen Meldeschein vor. Ich schaute etwas überrascht und fragte, warum sie denn meine Daten nicht gespeichert haben. Ich bekam sie Auskunft, dass sie dieses nur bei Hilton HHonors Member machen. Nun, ich bin zwar erst seit wenigen Jahren Mitglied, aber ich bin es. Ich reichte ihr meine Karte und anhand der Kundennummer fand sie mich auch im System.

Was mir noch aufgefallen ist, dass an der Rezeption nur Trainees waren und alle ihre Namen per P-Touch Aufkleber auf die goldene Plakate an ihrer Kleidung geklebt hatten. Fand ich irgendwie schade, denn auch die Trainees sollten ein ordentliches Namensschild erhalten.

Bevor ich auf das Zimmer im Detail eingehe, möchte ich euch nur kurz demonstrieren, warum ich diesen Blog angefangen habe. Heute hatte alles wieder seine Ordnung und ich bekam eines der letzten Zimmer, hinter dem letzten Flur, am Ende von allem. Mit Gepäck, Handtasche und Laptoptasche fühlen sich manche Wege recht weit an.

Ich steige aus dem Fahrstuhl und sehe einen Flur.

Ich steige aus dem Fahrstuhl und sehe einen Flur.

Dann laufe ich noch ein Stück weiter und sehe einen Flur.

Dann laufe ich weiter und sehe einen Flur.

Der in einen neuen Flur mündet.

Der wieder in einen neuen Flur mündet.

Um zuletzt am Ende dieses Flures mein Zimmer zu finden.

Am Ende dieses Flures finde ich mein Zimmer.

Könnt ihr jetzt verstehen, warum ich ständig das Bedürfnis habe über Äpfel und Bananen nachzudenken. Oder wahlweise einen Blog zu eröffnen? Man hat wirklich viel Zeit auf den Wegen durch die Hotelflure diese Welt.

Im Zimmer

Das Bett

Das Bett

Sauberkeit und Zustand der Einrichtung: Das Zimmer war sauber und nur die Steckdose im Badezimmer hatte schon sehr lange keinen Putzlappen mehr gesehen. Alle Möbel waren in einem sehr guten Zustand und der erste Eindruck war ordentlich. Ich musste eine weile stehen bleiben, um das Bild neu in mich aufzunehmen. wenn man bestimmte Räume öfters betritt, dann ist es schwer einen „ersten Eindruck“ zu bekommen.

Bett und Bettwäsche: Bei mir steht und fällt einfach alles mit den Bettwaren. Ich brauche vernünftige Decken und Kissen und ein gutes Bett. Natürlich kann ich ganz entspannt auch in einem Mittelklasse Hotel wohnen oder einer schönen kleinen Pension, aber die Erfahrung zeigt mir in der Regel, dass der Preis für die kostengünstigeren Zimmer immer auf Kosten der Bettwaren geht. In diesem Zimmer war das Bett sehr gut. Wie auf dem Bild zu sehen ist, hatte ich aber leider nur zwei Kopfkissen. Die Decken waren in Ordnung und ich habe mich gleich in beide gewickelt.

Schreibtisch

Schreibtisch

Temperatur: Alles wohl dosiert und ich musste an den Einstellungen nichts vornehmen. Kommt selten vor, aber hier hat es wirklich sehr gut für mich gepasst.

Bodenbelag: Mir ist schon klar, dass es in Hotelzimmern immer recht schwer ist den Teppich sauber zu halten. Daher mag ich keine Teppiche in Hotelzimmern. Er war aber frisch gesaugt, jedoch wies er ziemlich große Flecken auf.

Badezimmer: Wie vorhin schon erwähnt, war hier alles sauber bis auf die Steckdose. Bei genaueren hinsehen, sind mir sehr viele „Ausbesserungsarbeiten“ an den Fliesen und Armaturen aufgefallen.

Badezimmer

Badezimmer

Bisher hatte ich das nie bemerkt, aber auch nicht wirklich auf Kleinigkeiten geachtet. Ein Haartrockner, Kosmetikspiegel, „Reinigungsmaterial“, genügend Handtücher und genügen Platz war vorhanden. Keine Wohlfühloase, aber auch sehr weit davon entfernt um nur als okay gebrandmarkt zu werden.

Technik: Ein großer Flachbildschirm von LG und ein Radiowecker im Zimmer sorgen für Unterhaltung.

Roomservice vs. Housekeeping

Natürlich durfte hier ein kleiner Test wieder nicht fehlen. Ich hatte diesmal bereits einen Aschenbecher in einem Raucherzimmer, so dass ich die Idee witzlos fand, danach zu fragen. Also schaute ich mich ein wenig im Zimmer um. Ups, warum habe ich den nur 2 kleine Wassergläser in meinem Zimmer? Wurde etwa die Minibar ausgebaut? Ich habe sie natürlich sofort aufgerissen. Nein, alles da und in ausreichende Menge. Wenn ich nun einen Wein oder ein Bier trinken möchte, muss ich dann wirklich die Wassergläser benutzen? Das wäre ja ein ziemliches no go.

Minibar und Ententeich

Minibar und Ententeich

Man kann aber sagen, dass mich die Gummi-Ente in der Minibar über alles hinweggetröstet hat. Ich habe auch ernsthaft darüber nachgedacht sie mit in die Wanne zu nehmen. Bei meinem nächsten Aufenthalt wird sie meine werden.

Die Herausforderung war angenommen und ich rief beim Housekeeping an. Die erste Ernüchterung folgte, als sie mich nicht mit meinem Namen begrüßt hatten und auch später nach meiner Zimmernummer fragen mussten. Schade. Ich fragte also nach einem Weinglas und die Dame, sehr freundlich, machte mich darauf aufmerksam, dass ich dafür beim Roomservice anrufen muss. Ich fragte natürlich ob sie das für mich übernehmen könnte. Sie willigte freundlich ein und sagte dann: „Wissen sie was, ich schicke ihnen einfach einen meiner Mitarbeiter schnell mit dem Weinglas vorbei.“

Ich bedankte mich, legte auf, setzte mich auf meinen Stuhl und stoppte die Zeit. Es dauerte 6 Minuten bis es an meiner Zimmertür klopfte und ich gleich eine Auswahl an Gläsern bekommen habe. Obwohl ich am Ende der Welt mein Zimmer bezogen hatte, geht dieser Punkt was Freundlichkeit und Service angeht definitiv an das Hilton.

Fitness- und Spa-Bereich

Um fair zu bleiben, musste ich natürlich einen Blick in den Fitness- und Spa-Bereich werfen. Ich hatte diesmal keine Sportsachen dabei, und so wollte ich nur einen Eindruck gewinnen und ein paar Bilder machen. Was soll ich sagen. Ich habe ihn nicht gefunden. Weder im Fahrstuhl noch in der Lobby noch hinter der Bar konnte ich einen Wegweiser finden. Das kann zwei Gründe haben. 1. Sie haben keinen. 2. Ich war nicht in der Lage die Zeichen zu deuten. Ich tippe auf ersteres, habe aber nicht weiter nachgeforscht, weil der Desk des Concierge nicht besetzt war.

Tapas

Tapas

Restaurant und Bar

Das war ganz klar das Highlight meines Besuches. Ich hatte mäßigen Hunger und auch keine Muse mich dort lange aufzuhalten. Ich wurde sofort begrüßt und mir wurde die Karte gereicht. Also bestellt ich mir ein paar Tapas für „relativ“ kleines Geld. Zu meiner Überraschung standen sie nach 8 Minuten vor mir und sahen unglaublich lecker aus. Zu meiner Freude schmeckten sie auch genau so.

Hinter der Bar bediente ein Mann, den ich auf Ende 50 schätzen würde. Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass er eine Dame neben mir begrüßte und sich freute sie wiederzusehen. Er hatte sie erkannt. Spannend wurde es, als sie sich sehr darüber freute, weil sie bereits über 3 Jahre nicht mehr Gast des Hauses war. Sie unterhielten sich eine ganze Weile. Im Rahmen dessen erwähnte er, dass er bereits seit 17 Jahren hinter diese Theke steht. Respekt!

Ich schaute direkt auf sein Namensschild, um zu sehen wie die Hilton Namensschilder im Original aussehen (erinnert euch an die armen Trainees). Als mein Auge dann einen P-Touch Aufkleber mit seinem Namen entdeckte, war ich sehr überrascht. Laut Wikipedia gibt es die Hilton Hotels in 93 Ländern mit 4000 Häusern. Dort arbeiten sicher eine menge Menschen und das bedeutet, man muss eine menge Namensschilder produzieren lassen. Wenn man jetzt nur die Euros nimmt, die ich für diese eine Übernachtung bezahlt habe, dann kann man sicher 50 Prozent des Personals im Hilton City mit Namenschildern ausstatten.

Warten auf gutes Wetter

Warten auf gutes Wetter

Bin ich jetzt zu kleinlich? Kann schon sein, aber woran soll man die Unterschiede in den verschiedenen Hotels sonst festmachen?

Abreise

Meine Rechnung wurde mir in der Nacht unter der Tür durchgeschoben. Quick check-out, ohne an der Rezeption am Morgen warten zu müssen. Theoretisch eine gute Idee, wenn mal wieder nicht die falsche Rechnungsanschrift darauf gestanden hätte. Also stellte ich mich doch brav an und bat um eine neue Rechnung. Die Dame war sehr freundlich und zuvorkommend und schickte mich mit einem breiten Lächeln in den Tag.

Aussicht

Blick aus dem Hotelfenster

Fazit

Das Personal ist extrem aufmerksam und zuvorkommend. Die Lage ist super und genau genommen, gibt es nicht viel zu beanstanden. ABER: Das Preis-/Leistungsverhältnis hört für mich jedoch spätesten am Hotelzimmerfenster auf. Man sollte einen Bericht nicht mit dem negativsten Punkt eines Aufenthaltes schließen, aber ich komme nicht wirklich darüber hinweg, wie man sich bei der Planung eines solchen Hauses derartig verzetteln kann. Bei jedem einzelnen Besuch stehe ich in meinem Hotelzimmer und schaue aus dem Fenster. Und immer Frage ich mich, wie so etwas passieren kann. Warum muss ich immer auf ein abgewracktes Dach, auf Müllcontainer und neuerdings auf eine Baustelle schauen. Schade, wirklich schade.

4 Gedanken zu “Hotel Hilton City – München

    • Bayernpost, wenn man ein Queen Size Bett hat. Passt leider nicht immer in die Travel Policy. Wenn man sich dann entscheiden muss, dann das Kempinski am Flughafen. Gefolgt vom Dolce, das hat aber leider keine Infrastruktur in der Nähe, man braucht immer ein Auto. Und das Marriott in Schwabingen. Das Marriott hat die aller besten Betten, aber die Zimmer sind sehr kühl. Ab Herbst brauche ich Wärmestrahler im Zimmer und im Bad. Die bekommt man auch direkt im Haus. Die kennen das wohl schon zu genüge. Hilton Rosenpark ist besser als das Haus in der Stadt, aber man braucht einfach zu lange ins Office am Morgen. Das Marriott in Freisingen ist auch nett und viel familiärer, aber ohne Auto auch leider nicht so dolle. Und dann gibt es ziemlich genau 4 Hotels die absolut auf der NO GO Liste stehen. Das Steigenberger in München ist zumindest für mich ein absolutes Gruselhaus. Welches kannst du empfehlen?

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      • Bayerpost nehme ich nur, wenn ich es über ein Angebot (zB Hotel Tonight) buchen kann, sonst ist Marriott Berliner Straße mein Favorit mit sehr gutem Preis/Leistungsverhältnis. Fitness/Spa ist wirklich prima, Frühstück ganz hervorragend mit sehr stylisher EInrichtung. Restaurants sehr zu empfehlen, vor allem wenn man Burger & Steaks liebt. Mir sind auch Betten immer wichtiger. Meine Buchung ist sehr abhängig von der Jahreszeit. Im kalten Winter lege ich großen Wert auf Spa/Gym, im Sonne bin ich Abends viel in München unterwegs, buche mir oft ein *** für unter 100€ mit dennoch ansprechenden und schönen Zimmer, aber ohne Restaurant und Wellness.

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