Freund oder Feind: Die Leichtigkeit des Seins macht wieder Ferien

Dieser Name ist Programm auf diesem Blog. Irgendwann im Laufe der Zeit wurde es hier persönlicher, offener und auch viele Randberichte zogen hier ein. Und dann wurde es hier ruhig, sehr ruhig.

Die Leichtigkeit des Seins? Ja, eine gravierender menschliche Irrtum. Wie gerne hatte ich mich in der Vergangenheit der Hoffnung hingegeben, dem Träumen, dem festen Glauben an ein besseres Morgen. Habe ich damit aufgehört? Natürlich nicht.

Heute jedoch träume ich nicht, sondern arbeite daran meine Träume zu verwirklichen. Die Zeit im Leben ist bemessen und die Möglichkeiten etwas zu erreichen sind endlich. Hört sich toll an … aber auch nicht mehr. Denn Fortuna, die sicher die kleine Schwester der menschlichen Irrtümer ist, hat mir wieder ein Schnippchen geschlagen.

In den vergangenen Wochen, schon recht viele Wochen, habe ich mich wieder vor einer Herausforderung stehen sehen, die mich eiskalt und nachhaltig getroffen hat. Und sie hallt und hallt und hallt …nach.

Hier war es sehr ruhig, aber ich war nicht ruhig. Ich habe geschrieben und geschrieben. Alle diese Berichte, die fertiggestellt in meinem OneNote lagern, warten auf den Tag, an dem sie in die Welt hinaus dürfen. Aber in allen diesen Beiträgen „halle“ ich nach. Also habe ich mich dazu entschlossen, meiner letzten Herausforderung Raum zu gewähren. Nicht hier, nicht jetzt und schon längst fertig verfasst.

Dieser Blog sollte niemals ein Tagebuch werden, oder eine Dokumentation meines Lebens. Sondern einfach nur eine Sammlung, von meiner Sicht auf die menschlichen Irrtümer und die Leichtigkeit des Seins. Eine Plattform, auf der ich endlich meinen Gedanken Flügel verleihen kann.

Menschen (und eine Katze) begannen tatsächlich, meine Beiträge zu lesen. Zu Beginn dachte ich, dass es typische „ich habe dich abonniert – also drücke auch bei mir“ Follower waren. Das 1 x 1 des bloggen – sehen und gesehen werden.

Ich war neugierig und schaute natürlich, wer diese anderen Blogger waren. Über was schrieben sie? Was sagte es über sie aus? Was für Menschen waren sie? Was kann ich von ihnen lernen? Kann ich mich inspirieren lassen? Sind das am Ende doch nur alles extreme Selbstdarsteller?

Ich fing an, die unterschiedlichsten Beiträge zu lesen, und tauchte immer mehr in die Leben und Welten meiner Blogger Kollegen ein. Ich bin nicht mehr oder weniger ein Voyeur, wie (oder als) der Durchschnittliche Mensch um mich herum.

Je mehr ich von den Menschen aufgenommen habe, umso spannender wurde das geschriebene Wort. Auch ich habe meine kleinen Schwächen, und so habe ich den einen oder anderen in einer Schublade abgelegt, in die er nicht rein gehörte. Darüber hatte ich jedoch in einem anderen Beitrag bereits berichtet. Stimmt’s, mein lieber Leander?!

Ich fing an mit Ragnar, ging zu Leander, von dort zu Iwan und von Iwan zu Marion und darüber zu Suse und Monni. Und so kamen noch viele andere und spannende Menschen und ihre Beiträge hinzu. Irrglaube vs. Glück? Ich stellte fest, dass meine Blogger Kollegen wirklich Anteil an meinen Beiträgen nahmen und sie haben diese durchaus auch gelesen. Es überraschte mich und freute mich zugleich. Ich hatte mich getäuscht oder nur viel Glück gehabt, so treue und liebe Menschen um mich herum zu finden.

Ich hatte wirklich vergnügen daran zu schauen, was es bei den anderen immer neues im Leben gab. Wenn ich mir am Abend überlegte, wie Marions Trip nach München wohl gerade verlief oder was denn um alles in der Welt, Moni’s Fu-was-auch-immer ist, dann merkte ich für mich, dass ich mich längst in diese kleinen Welten verfangen hatte. Heute halle ich noch nach, aber es geht trotzdem wieder auf „LOS“ zurück.

In diesem Sinne … ich freue mich wieder in Eure Welten einzutauchen und ich habe vieles was ich nachholen muss.

Eure Julusch

15 Gedanken zu “Freund oder Feind: Die Leichtigkeit des Seins macht wieder Ferien

  1. Liebe Julusch,

    ein schöner Beitrag, obwohl ich es ebenso schade wie Leander finde, dass du etwas ansprichst, was du – zumindest im Moment – auslässt. Aber auch ich habe gerade heute darüber nachgedacht, wieviel ich anderen Menschen bisher von mir zeige (auch über den Blog) und ob das immer so gut ist. Vor allem, wenn ich erfahre, wieviel die gleichen Menschen mir von sich zeigen oder eben nicht. Es verletzt mich, wenn ich mein Herz öffne und das Gegenüber (auf welcher Ebene auch immer die Kommunikation gerade stattfindet) Grenzen setzt und sagt, sie praktiziere selektive Kommunikation: Bestimmte Themen mit bestimmten Menschen. Toll. In welche Schublade werde ich dabei gepackt? Dann muss ich mich schützen und fange an mich zurück zu ziehen. Das fühlt sich aber nicht gut an. Schade. Damit spreche ich jetzt aber überhaupt nicht dich an. Du hast mich nur grad auf das Thema gebracht, das mich heute eh beschäftigt hat.

    Ich bin über Iwan zu dir gelangt und anfangs dachte ich: Du und ich, wir leben in zwei so unterschiedlichen Welten, das kann nix werden. Aber erst als ich kürzlich mal wieder drüber saß, welchen Blogs ich weiter folgen möchte und welche ich rausnehme, weil ich sie „gesehen“ hab oder weil dort seit Monaten nichts veröffentlicht wurde oder …, merkte ich, dich kann ich nicht raus nehmen. Da gibt es zuviel offene herzliche Berührung, wenn es sie denn gibt.

    Ich hab dich vermisst und mich immer mal wieder gefragt, wie es dir geht, während du hier schweigst.

    Es freut mich, dass du vom Bloggen positiv überrascht wurdest und es ist gleichzeitig eine schöne Rückmeldung an mich persönlich, dass du Menschen gefunden hast statt Liker und reine Opportunisten. So darf es gerne bleiben :)

    Es tut mir leid, dass du im „wirklichen“ Leben harte und schmerzliche Dinge erlebt hast.

    Liebe Grüße
    Marion

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    • Hallo Marion,

      vor meiner Antwort musste ich erst einen Moment nachdenken. Vielen Dank für deine lieben Wort und es freut mich aufrichtig, dass ich in deinem Kreis bleiben durfte.

      Das mit der Kommunikation finde ich recht schwierig. Ein Blog ist ein sehr offenes Medium, so das ich natürlich hier nur soweit offenen Kommunizieren kann, wie ich es anderen involvierte Parteien zumuten kann. Dieser Beitrag war auch durchaus nur das Vorwort, zu meinem nächsten Beitrag. Ich wollte nicht gleich mit Pauken und Trompeten aufschlagen.

      Selektive Kommunikation – sehr interessantes Wortpaar.

      In einem Blog, in den Kommentaren, finde ich es durchaus angebracht darauf zu achten. Wenn man jedoch mit jemandem auf der persönlichen Eben schreibt, per Mail oder persönlicher Nachricht (gibt es das hier eigentlich?), dann finde ich eine solche Aussage kränkend. Auch wenn sich jeder bewusst darüber sein muss, dass man nicht jedem alles erzählt, so würde ich lieber gar nichts sagen. Ich bin da bei dir … auch das Zurückziehen kann ich absolut nachvollziehen. Der Selbstschutz sollte immer über die möglichen Befindlichkeiten der anderen gehen.

      Lieben Gruß
      Julusch

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      • Hallo Julusch,

        außer der Kommentarfunktion gibt es meines Wissens keine Möglichkeit der persönlichen Nachricht. Was im Speakers Corner bei mir z.B. ja auch nichts anderes ist als die für alle öffentlich zugängliche Kommentarfunktion.

        Ich verstehe deine Gründe und der Schutz Betroffener ist auf jeden Fall zu wahren, das finde ich schon wichtig.

        Ja, das was mich gerade bewegte war so eine persönliche Kommunikation über WhatsApp mit einer langjährigen Freundin. Ich muss sehen, wie ich damit künftig umgehen kann und möchte. Sie hat sich genötigt gefühlt, mir eins vor den Latz zu geben, weil ich immer näher gekommen bin mit Themen, wo es ihr zu weit ging. Sie wollte, dass ich es respektiere, wenn ich merke, dass sie zögert oder über etwas nicht sprechen möchte, weil sie ein gutes Recht dazu hat. Sonst hätte sie einfach geschwiegen, ich hab ihr quasi die Wahl nicht gelassen. So hab ich gesagt, ich kann gut damit umgehen, wenn mir jemand sagt „Darüber möchte ich jetzt nicht sprechen“, „Ich brauch jetzt meine Ruhe“ oder ähnliches. Und sie meinte, gut, dann wird es das Problem künftig nicht mehr zwischen uns geben. Mal sehen… ;)

        Ich bin gespannt auf die nächsten Beiträge, wann immer du dann Raum und Zeit dafür hast. Bis dahin: Eine gute Zeit für dich :star:

        Lieben Gruß
        Marion

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      • Irgendwie sind diese Zwischenmenschlichen Herausforderungen immer gleich. Kinder sollten in der Schule schon lernen, wie eine offene und gute Kommunikation zu bewerkstelligen ist.

        Sprecht und ihr werdet gehört.

        Ich drücke dir die Daumen, dass alles wieder gut wird und sich einspielt. Hoffentlich hatte sie nur einen schlechten Tag.

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      • Liebe Julusch,

        ob offen kommuniziert wird, hängt von so vielem ab, das sich meiner Meinung nach nicht unbedingt über Schule lernen lässt. Aber vielleicht verstehe ich dich auch nur „miss“.

        Viele oder die meisten Menschen tragen so etwas wie deine woanders so genannten Schubladen mit sich herum. Und solange es geschlossene Schubläden gibt, deren Inhalt noch nicht angeschaut wurde, sind diese Inhalte u.U. in Kommunikation mit anderen „No-Go-Area’s“. So ähnlich schätze ich es jedenfalls bei dieser Freundin ein. Es gibt Themen, die sind ihr unangenehm bzw. schmerzlich, drum rührt sie lieber nicht so nah dran. Wenn ich dann gerade über dieses Thema sehr offen kommuniziere und Fragen stelle, kommt sie früher oder später in Bedrängnis. Und ich denke, es sollte auch jedem selbst überlassen sein, wann und unter welchen Umständen er seine Schubläden öffnen möchte. Ich brauche in der Kommunikation dann lediglich ein klares Wort, wie z.B.: Diese Schublade möchte ich im Moment nicht antasten. Das ist in Ordnung. Vielleicht ist es ja auch das, was du mit offener Kommunikation gemeint hast.

        Nun denn, wir lesen uns… :)

        Lieben Gruß :star:
        Marion

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      • Ich hätte es präziser formulieren sollen. Kinder sollte den Umgang mit konstruktiver Kritik lernen und wie man eine solche gibt, ohne andere zu verletzen. Dann würden wir uns nicht so schwer damit tun, mal zu sagen, dass die Schublade vorerst zu bleiben muss.

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      • Liebe Julusch,

        damit Kinder das lernen könnten, bräuchte es gereifte stabile Persönlichkeiten als Eltern, die ihre Kinder so behandeln können, dass auch diese eine stabile Basis für ihr Leben haben und mit konstruktiver Kritik umgehen können. Aber das sind alles Ideale, die unserer Welt nicht wirklich entsprechen. Meine momentane Sicht.

        LG, Marion

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  2. Hallo Julusch,
    Welcome Back!
    Ja man entwickelt schon ein gewisses persönliches Verhältnis. Ich habe mir schon Sorgen gemacht in meiner Schublade: „Was ist mit ihr? Was schlimmes? Liegt sie vielleicht mit Leberkäsevergiftung im Koma? Oder was gutes? Liegt sie vielleicht mit Cocktail und bedient von 5 jungen Kellnern am Strand auf den Malediven?“
    Schön dass du wieder da bist und (nicht) schön, das Du wieder in Rätseln sprichst. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass ich die Dinge, die dich im Innersten bewegen, auch mal erfahren darf.
    LG
    Leander

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    • Mein lieber Leander,
      ich freue mich, dass du den Sprung aus der Schublade zum Rechner geschafft hast. Ich habe mich herzlich über deine Gedanken und Sorgen amüsiert. Ganz ehrlich – das mit der Leberkäsevergiftung wäre wahrscheinlich gar nicht so abwegig, wenn ich ihn noch essen würde. Das mit den Malediven war eigentlich schon ein sehr gutes Stichwort. Wenn du wüsstest, wie gut …

      Gleich kommt mein nächster Beitrag, und ich werde nicht die ganze Zeit in Rätseln sprechen. Nur ein bisschen. ;-)

      Gruß Julusch

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  3. Gerade heute hab ich mich gefragt, was du so machst. Lange nichts von dir gehört, bzw gelesen, liebe Julusch.
    Du wirst es mir vielleicht nicht glauben, aber ich hab oft an dich gedacht. Weil ich dich mag. Manchmal hat man dieses „BOOOM“, wenn man einen Menschen das 1. Mal begegnet. Entweder persönlich oder auch hier im www.
    Und bei dir hatte ich es sofort. Du bist mir nicht gleichgültig. Niemand ist mir gleichgültig, dessen Blog ich lese.
    Nur leider macht einem die Zeit sehr oft einen Strich durch die Rechnung. Arbeit, Familie, Haushalt…… da bleibt wenig Zeit für die geliebten Leidenschaften, wenn nichts liegen, und somit auf der Strecke bleiben soll.

    Ich bin gespannt auf deine weiteren Beiträge! Hoffentlich ist alles gut…?

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    • Vielen lieben Dank für deine schönen Worte. Alles unter einen Hut zu bringen, stellt für mich auch oft eine Herausforderung dar. Aber sonst wäre das Leben ein lethargisches Sammelsurium an Nichtigkeiten. Ich mag positiven Stress sehr gerne, dass gibt mir viel Antriebskraft.

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  4. …“und sie haben diese durchaus auch gelesen.“
    :-) Ja, tatsächlich. Das habe ich.
    Ich bin mir in den letzten Tagen dieses zweischneidigen „Dingens“, namens bloggens immer bewusster geworden. Wie es funktoniert und was es macht. Mit den Leuten und mit mir.
    Inzwischen glaube ich, dass die Blogwelt einigermassen das normale Leben widerspiegelt. Und das ist ja auch o.k. so, wieso sollte es anders sein? Darüber liessen sich wohl schon wieder Bücher schreiben… ;-)

    Lieben Gruss an Dich
    Iwan

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