Ein leises Stimmchen für Maria P.

Ende Januar hatte ich einen Artikel gelesen, der mir bis heute nachhängt. Wenn ich Berichte oder Reportagen lese, die schlechte Geschehnisse darstellen, dann geschieht es sehr oft, dass ich fassungslos bin. Jedoch vergeht das Gefühl beim weiteren Lesen der Zeitung oder verflüchtigt sich im Laufe der kommenden Minuten. Aber diese Geschichte lässt mich einfach nicht los.

Ich fasse es kurz für Euch zusammen: Eine junge Frau (19) aus Berlin steht kurz vor der Entbindung ihres Kindes. Der mutmaßlichen Kindsvater, holt die Schwangere gemeinsam mit einem Freund ab, und sie fahren mit ihr in den Wald. Dort wird ihr mit einem Messer in den Unterleib gestochen, danach wir sie mit einem Brennbeschleuniger übergossen und verbrennt bei lebendigem Leib.

Ich war wirklich sehr perplex und habe es nicht richtig greifen können. Nein, wir reden hier auch nicht von Ehrenmord oder einer spontanen  Überreaktion. Wir reden hier über zwei junge Männer, die sich einfach aufgemacht haben, um geplant das Leben eines Kindes und einer Frau zu beenden.

Es steht viel unfassbares und grausames in den heutigen Zeitungen, dennoch bewegte mich dieser Fall besonders. Es an etwas genauem festmachen, kann ich nicht. Aber ich kann an dieser Stelle dafür sorgen, dass ein paar Menschen mehr auf dieser Welt wenigstens erfahren, dass es eine Maria P. und ihr Kind gab. Ich hoffe nur, dass es den Tätern irgendwann wirklich bewusst wird, was sie getan haben. Nachfolgende Berichte habe ich nicht mehr gefunden.

Zum Artikel geht es hier entlang: http://www.welt.de/print/welt_kompakt/vermischtes/article136768090/Ermordet-weil-sie-schwanger-war.html

Eure Julusch

4 Gedanken zu “Ein leises Stimmchen für Maria P.

  1. Trauer und Fassungslosigkeit bei solcher Unmenschlichkeit.
    Legen wir aber dem Kind, das nie Chancen auf ein erfülltes Leben bekommen hat, auch positive Gedanken an die Grabstelle. Wenn jeder von uns einen kleinen positiven Gedanken mit ihm teilt, dann hat das Kind vielleicht auch ein kleinen Teil vom Schönen im Leben erahnt.

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  2. Schon etwas länger her. Aber ich erinnere mich natürlich daran. Und an meine Gedanken. Wie so etwas überhaupt jemand tun kann….was auch für ganz vieles gilt, was heute läuft… :?:

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