Freund oder Feind: Musik im Riesenrad

Dieser Titel würde gut zum Bild meines letzten Beitrages passen. Dort seht ihr das Riesenrad auf dem Prater. Der einzige Ort in ganz Wien, den man wirklich nicht zu besuchen braucht. Obwohl sicher jeder Tourist, der das erste mal in Wien ist, sich das nicht ausreden lassen würde. So wie ich auch nicht, zumal es dort einen unterhaltsamen Geocaching Multi (GC1HMMQ) gab.

Wie in einem Riesenrad fühle ich mich gerade auch. Das ist nichts bei dem man entspannt den Ausblick genießen kann, sondern ein gigantisches Hamsterrad, in dem auch noch Musik dudelt. Meistens Andreas Bourani, aber nur selektiv, weil Musik gefährlich ist, wie meine Freundin heute zurecht bemerkte.

Ich möchte gerne an dieser Stelle eine Passage aus einem seiner Lieder zitieren.

Was tut dir gut, wo gehörst du hin?
Weißt du, wo deine Wege sind?
Kannst du dich finden, so wie ein Kind?
Das nicht sucht, sondern beginnt?

Was mir gut tun würde, habe ich bereits vor einiger Zeit in einem Beitrag niedergeschrieben, der gerade auf dem Pixel Friedhof sein Dasein fristet. Ja, ich hatte auch drei passende Antworten und setzte sie in die Tat um. Alle drei. Das waren wirklich nicht meine besten Ideen.

Was tut dir gut, wo gehörst du hin?
Weißt du, wo deine Wege sind?

Wisst ihr was mich ermüdet? Das ist das ewige jammern von Menschen, die einfach nichts tun, um ihren Zustand zu verbessern. Krankheiten schließe ich in diesem Fall nicht mit ein, und eine ausgeprägte Minderbegabung auch nicht.

Und genauso fühle ich mich. Weder Krank (meinen derzeitigen grippalen Infekt ausgeschlossen) noch besonders Minderbegabt. Es fühlt sich für mich so an, als würde ich in meinem Blog seit ewiger Zeit nur noch jammern. Mimimi hier und mimimi da. Das Riesenrad dreht sich, aber ich laufe nicht wie ein Hamster an einer Stelle, sondern schaue zu wie sich alles wiederholt. Schon wieder.

Und Andreas Bourani singt weiter.

Was tut dir gut, wo gehörst du hin?
Weißt du, wo deine Wege sind?
Kannst du dich finden, so wie ein Kind?
Das nicht sucht, sondern beginnt?

Der Gedanke lässt mich nicht los. Er hat etwas tröstliches. Nicht mehr suchen, nach was auch immer, sondern einfach beginnen. Womit? Wir werden es wissen, wenn wir es sehen. Zumindest wäre das zu hoffen. Ist das ein blauäugiger Gedanke? Na, klar.

Ich hole ein neues Buch aus dem Schrank und schlage es einfach auf. Irgendwo, mittendrin. Dieses neue Buch wurde von einen unbekannten Autor geschrieben. Ich gebe auch gerne zu, dass ich Angst vor dem habe, was ich dort lesen werde.

Also spitzen wir alle unsere Bleistifte und schreiben drauf los. Auf ein neues Leben. Und immer daran denken: Nicht suchen, sondern beginnen.

Eure Julusch

 Was tut dir gut

Brauchst du einen Mensch, der an dich glaubt
Der dich hält und dir vertraut
Der deinen Worten Glauben schenkt
Dich in deine Richtung lenkt

Brauchst du einen Blick, der dir Hoffnung gibt
Der dir sagt, dass es weiter geht
Dass hinter’m Ende jemand steht
Und dich kommen sieht

Was tut dir gut, wo gehörst du hin
Weißt du, wo deine Wege sind
Kannst du dich finden, so wie ein Kind
Das nicht sucht, sondern beginnt

Brauchst du ein Zeichen, ein kleines Licht
Vielleicht einen Freund, der mit dir spricht
Brauchst du ein Wunder, das dich heilt
Oder brauchst du einfach Zeit

Wohin würdest du gern geh’n
Und was würdest du erzähl’n
Vielleicht würd‘ ich dich versteh’n

Sag, kennst du das auch
Wenn du nicht mehr dran glaubst
Wenn du nicht mehr suchst
Bekommst du, was du brauchst

Und dann folgst du deiner Stimme
Dich lenken nur noch deine Sinne
Weil du Nichts vermisst
Weil du Nichts vermisst

 – Andreas Bourani –

2 Gedanken zu “Freund oder Feind: Musik im Riesenrad

  1. Liebe Julusch,
    Musik ist nicht gefährlich, sie bringt unsere Seele in Bewegung. Und das ist gut. Denn alles andere wird Stagnation, Hamsterrad oder Riesenrad.
    In einem Blog dreht man sich um sich selbst wie im Leben, wenn man das gerade tut. Ich denke zur Zeit manchmal: Vielleicht ist die Motivation zu bloggen in dem Moment nicht mehr da, wo ich einfach lebe…
    Liebe Grüße
    Marion

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